Einflüsse

Nebst der (Fach-)Literatur der grossartigen Astrologin Liz Greene haben mich auch andere Autoren nachhaltig beeindruckt und meine Arbeit geprägt: Thomas Ring, Ken Wilber, Alice Miller oder Dane Rudhyar. Aber auch und vor allem Friedrich Weinreb, C.G. Jung und Stanislav Grof haben die Dimension meiner Gedanken wirklich erweitert. Deshalb stelle ich gerne hier an dieser Stelle ein paar lesenswerte Zitate.

C. G. Jung, "Yoga und der Westen"

"Der westliche Mensch bedarf der Überlegenheit über die Natur aussen und innen nicht. Er hat beides in beinahe teuflischer Vollendung. Was er aber nicht hat, ist die bewusste Anerkennung seiner Unterlegenheit unter die Natur um ihn und in ihm. Was er lernen sollte, ist, dass er nicht kann, wie er will. Lernt er das nicht, so wird seine eigene Natur ihn zerstören. Er kennt seine Seele nicht, die sich selbstmörderisch gegen ihn empört."

Stanislav Grof über Astrologie:

"Es ist tatsächlich wie ein kosmischer Scherz, dass die landläufige Psychiatrie der Meinung ist, sie arbeite auf der Basis wissenschaftlicher Grundlagen, während die Astrologie unwissenschaftlich und irrational sei. In Wirklichkeit ist es genau umgekehrt. Man kommt zu einem viel klareren Verständnis der in einem Menschen stattfindenden Prozesse, wenn man die Astrologie sowie die Psychologie der Archetypen zu Hilfe nimmt, als wenn man mit Verhaltenspsychologie oder freudscher Psychologie arbeitet."
Stanislav Grof, amerikanischer Psychiater und Bewusstseins-Forscher

Friedrich Weinreb, "Vom Sinn des Erkrankens"

"Der Mensch sehnt sich nach Verständnis. Das ist sein Sehnen nach Gemeinschaft, nach Liebe. Dabei möchte er als Erscheinender erfahren werden, aber ebenso als Verborgener, als der mit dem Geheimnis, mit dem köstlichen Geheimnis seiner Einmaligkeit. Und eben in diesem Paradoxon von Erscheinung und von Verborgenheit wird er erst als Mensch in seiner Würde erkannt."

Aus dem I GING, das Buch der Wandlungen:

Für den entschlossenen Kampf des Guten zur Beseitigung des Bösen gibt es bestimmte Regeln, die nicht ausser Acht gelassen werden dürfen, wenn man Erfolg haben will.

  • Entschlossenheit muss auf einer Vereinigung von Stärke und Freundlichkeit beruhen.
  • Ein Kompromiss mit dem Schlechten ist nicht möglich; es muss unter allen Umständen offen diskreditiert werden. Ebenso dürfen auch die eigenen Leidenschaften und Fehler nicht beschönigt werden.
  • Der Kampf darf nicht direkt durch Gewalt geführt werden. Wo das Böse gebrandmarkt ist, da sinnt es auf Waffen, und wenn man ihm den Gefallen tut, es Schlag gegen Schlag zu bekämpfen, so zieht man den kürzeren, weil man dadurch selbst in Hass und Leidenschaft verwickelt wird. Darum gilt es, beim eigenen Haus anzufangen: persönlich auf der Hut zu sein vor den gebrandmarkten Fehlern. Dadurch stumpfen sich die Waffen des Bösen von selbst ab, wenn sie keinen Gegner finden. Ebenso dürfen auch eigene Fehler nicht direkt bekämpft werden. Solange man sich mit ihnen herumschlägt, bleiben sie immer siegreich.
  • Die beste Art, das Böse zu bekämpfen ist energischer Fortschritt im Guten.
Autobiografie in Fünf Kapiteln

1.
Ich gehe die Straße entlang.
Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig. Ich falle hinein.
Ich bin verloren ... Ich bin ohne Hoffnung.
Es ist nicht meine Schuld.
Es dauert endlos, wieder herauszukommen .
2.
Ich gehe dieselbe Straße entlang.
Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.
Ich tue so, als sähe ich es nicht.
Ich falle wieder hinein.
Ich kann nicht glauben, schon wieder am gleichen Ort zu sein.
Aber es ist nicht meine Schuld.
Immer noch dauert es sehr lange, herauszukommen.
3.
Ich gehe dieselbe Straße entlang.
Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.
Ich sehe es.
Ich falle immer noch hinein...aus Gewohnheit.
Meine Augen sind offen.
Ich weiß, wo ich bin.
Es ist meine eigene Schuld.
Ich komme sofort heraus.
4.
Ich gehe dieselbe Straße entlang.
Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.
Ich gehe darum herum.
5.
Ich gehe eine andere Strasse.

Sogyal Rinpoche, Das tibetische Buch vom Leben und vom Sterben

T.S. Eliot, "Burnt Norton"

"At the still point of the turning world. Neither flesh nor fleshless.
Neither from nor towards; at the still point, there the dance is,
But neither arrest nor movement. And do not call it fixity,
Where past and future are gathered. Neither movement from nor towards,
Neither ascent nor decline. Except for the point, the still point,
There would be no dance, and there is only the dance."